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Charakteristik des Gebietes

Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Jizerské hory wurde zum Jahreswechsel 1967/68 ausgewiesen und erstreckt sich auf einer Fläche von 368 km². Wald nimmt 73 % (269 km²) des Gebietes ein und war einer der Gründe zur LSG-Ausweisung. Dessen niedrigster Punkt (325 m ü. M.) befindet sich nahe der Gemeinde Raspenava, die höchste Erhebung des tschechischen Gebirgsteils ist Smrk (1.124 m ü. M.). Von Bedeutung ist auch der Berg Bukovec (1.005 m ü. M.) als höchste Basaltkuppe Mitteleuropas.

Die in Jizerské hory lang anhaltende, vor allem aus dem Industriegebiet des Zittauer Beckens stammende Immissionsbelastung beeinflusste den Gesundheitszustand der Waldbestände, die Bodenverhältnisse und die Wasserqualität negativ. Zusammen mit Insektenkalamitäten und ungeeigneten forstwirtschaftlichen Methoden erreichte die negative Entwicklung in den 70er und vor allem in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Damals wurden großflächig nahezu sämtliche Fichtenbestände der Hochebene abgetrieben. Es entstanden somit weite Kahlflächen, deren Aufforstung bis heute für Forstwirte mit vielen Sorgen und Mühen verbunden ist.

Heute offenbart sich das LSG Jizerské hory als ein äußerst kontrastreiches Gebiet – einerseits weite Immissionskahlflächen und geschädigte Waldbestände, andererseits wiederum außerordentlich wertvolle Gebiete mit erhaltenen natürlichen Gesellschaften, vor allem Buchenwäldern der nördlichen Gebirgshänge, Resten der Klimax-Fichtenwälder sowie einmaligen Hochmoor-Gesellschaften mit seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Wichtiger Bestandteil des LSG ist die Offenlandschaft mit überwiegend Wiesen und Weiden sowie erhaltenen Bauwerken traditioneller ländlicher Volksarchitektur. Neben Problemen forstlichen Charakters (u. a. zu hohe Wildbestände) ist in jüngster Zeit auch die Gefahr der Degradierung von Vorgebirgswiesen und -weiden infolge des Rückgangs der Landwirtschaft hervorgetreten.

Zu den Naturschutzzielen gehören die Erhaltung wertvollster Ökosysteme und die gleichzeitige Aufwendung maximaler Bemühungen zur Gesamtrevitalisierung des geschädigten Naturraumes. Parallel sollen auch ausreichend Spielräume und Möglichkeiten für die Entwicklung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens der Gemeinden sowie für umweltverträgliche Erholungs- und Sportaktivitäten bestehen.

Landschaftsschutzgebiets Jizerské hory

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